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Weitere Konzepte für unsere Arbeit

Organisation der Pflege

Damit die Pflege vor Ort, nämlich bei Ihnen Zuhause, optimal und möglichst reibungslos läuft, braucht es gute Manager im Büro. Diese müssen zielorientierte Methoden ihren Pflegekräften zur Verfügung stellen können z. B. Arbeitsabläufe nach Checklisten. Sie möchten sicherlich nicht, dass beim Wechsel der Pflegekraft alles plötzlich anders gehandelt wird als zuvor oder? Checklisten sind in vielen Bereichen hilfreich und verhindern Reibungsverluste.

Pflege nach den ATLs

Pflegeprobleme und Ressourcen werden nach diesem bedürfnisorientierten Pflegemodell erfaßt. Wir planen mit der Pflegzielplanung, wie wir mit welchen Maßnahmen welche Ziele mit Ihnen zusammen erreichen wollen. Turnusgemäss wird dann überprüft (Evaluation), ob das Gewünschte eingetreten ist. Haben wir Ziele nicht erreicht, findet im Team eine Fallbesprechung statt. Dort überlegen wir dann, ob wir andere Ärzte hinzuziehen, besondere Hilfsmittel besorgt werden sollten, andere Medikamente oder eine andere Ernährung vielleicht hilfreich wären usw. Das sprechen wir dann mit Ihnen ab und schlagen Ihnen Alternativen zum Bisherigen vor. Es besteht auch die Möglichkeit, dass wir Ihnen unsere HeilpraktikerInnen empfehlen.

Standards

Es ist wichtig, daß qualitativ gute Pflege z. B. die Nationalen Expertenstandards berücksichtigt. Diese beziehen sich nicht auf die Wundversorgung selbst, sondern da geht es um die Struktur-, Prozeß- und Ergebnisqualität, d.h. diese Standards geben vor, was die Einrichtung zu tun hat, was die an der Pflege Beteiligten z. B. auch Angehörige wissen müssen, wie kooperiert werden muss usw.

Arbeitsabläufe nach Checkliste

Für die Pflegenden eines Teams ist es sehr hilfreich zu wissen, wie machen meine KollegInnen es, mache ich meine Arbeit richtig, ist die PatientIn auch wirklich damit zufrieden? Es kann nicht sein, daß die Eine es so macht, und die Nächste macht es völlig anders. Sie als PatientIn wollen nicht jedesmal wieder erklären, wie Sie was gern hätten. Da sind Checklisten sehr hilfreich, egal ob im Büro oder in der Pflege bei Ihnen Zuhause. Jede weiß, was sie wann, wie, warum und womit zu tun hat. Nichts kann vergessen werden. Das beruhigt alle Beteiligten enorm.

Organisationshandbuch und internes Qualitätsmanagement

In diesem Handbuch wird alles dokumentiert, wie unsere Pflegestation arbeitet und organisiert ist. Es besteht aus mehreren Teilen bei uns, damit dieses umfangreiche Werk nicht nur in der EDV ist, sondern danach "gelebt und gearbeitet " wird.

1. "Pflege vor Ort " enthält sämtliche Checklisten, die die Pflege direkt betrifft. Beispiel: Sie kommen mit der Feuerwehr ins Krankenhaus. Die MitarbeiterIn sieht auf ihre Checkliste und weiß ganz genau, worauf sie alles achten muss. Denn Ihr Haustier darf nicht einfach vergessen werden.

2. "Das Einarbeitungskonzept" berichtet der neuen MitarbeiterIn, was wie zu tun ist, welche Fragen wir wann stellen, wann wie überprüft wird, was z. B. der Monatsdienstplan, der Wunschplan, der Tagesdienstplan aussagen, wie muss was dokumentiert werden usw., alles Dinge, die für neue MitarbeiterInnen schwierig sind. In unserer Sozialstation geht die Einarbeitungszeit inzwischen über 6 Monate.

3. "Pflegerichtlinien" in unserer Einrichtung gelten die verbindlichen Hinweise für alle, wie bei bestimmten Krankheiten oder Umständen zu verfahren ist. Das gilt nicht nur für die Versorgung der PatientInnen, sondern auch für alle MitarbeiterInnen, die ebenfalls z. B. vor einer Hepatitis geschützt werden müssen.

4. Dann gibt es noch kleine "Hinweise für die EDV" (Excelbenutzung), da unsere MitarbeiterInnen alle die EDV benutzen müssen, um Referate zu erarbeiten, Pflegezielplanungen zu aktualisieren, im internen Qualitätszirkel ein Protokoll anzufertigen usw. Es ist bei uns Standard, mit der EDV arbeiten zu können. Nur, wenn ich alles leserlich schreiben kann, entstehen weniger Fehler bei anderen und damit bei Ihnen in der Versorgung.

Informationsfluß "Pflege - Büro - Pflege"

Um den Dokumentationsverpflichtungen und unserem eigenen Qualitätsanspruch nachkommen zu können, mussten wir uns von der Idee verabschieden: "Eine gute PDL hat alles im Kopf!". Das ging vielleicht vor 30 Jahren noch, inzwischen tut man gut daran, zu dokumentieren.

Wie läuft denn die Arbeit bei uns?

In der Pflege wird auf einem Informationsbogen die Wunde, die defekte Stehlampe, das nicht vorhandene Pflegebett dokumentiert. Diese Info kommt ins Büro, die MitarbeiterInnen im Büroteam kümmern sich sofort um alles Weitere wie Rezepte beim Hausarzt bestellen oder einen Handwerker zu organisieren.

Was dann wie geregelt wurde, wird auf dem Infobogen dokumentiert, und anschließend in ein Prozess-Steuerungsblatt eingetragen. Dort steht nach Datum sortiert, hintereinander, was wann in diesem Monat gewesen ist. Der Arzt vor Ort hat so einen schnelleren Überblick, als würde er jetzt die handschriftlichen Pflegeberichte lesen. Das dient Ihrer und unserer Sicherheit. Und auch die Pflegekräfte sind stets auf dem Laufenden, ob denn z. B. schon das Pflegebett bestellt wurde.




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